(English) AppTiAmo

The first time I read, and paid any attention to a love declaration written on a wall was on  a walk in Tuscany, near the marshlands. Under a bridge, in huge black letters a drooling heart had decided to share  his sweet pain with the universe… and the loved one:”ogni tua parola e’ una goccia di amore che voglio bere”. Which, when translated to English means, “each of your words is a drop of love I want to drink”.

From that day on, I had a closer look at the truthful messages left on the streets, walls, banisters and in  places where young people usually meet, or where the writer supposes his urgent message will be seen by the object of his secret admiration. It opened up a whole new world and placed me right in the middle of “I love you’s”, “Be mine’s”, “I want to kiss you’s”, “You are my angels” and more. I found myself in a dimension I had not been before. From my younger days I was used  to tender words too,  but written on  paper forwarded in an extremely confidential and private way. I must say that it was practical, the love letters could be simply kept in a book or a diary, always ready to be read again and again and again. But obviously, not quite so spectacular!

Lovers have always found a way to declare themselves and we know that the ancient Egyptians, Greek and Romans were fairly acquainted with nails, chisels or pieces of carbon, reliable implements to carve or “scratch” = graffire (that’s where the word graffito comes from) loving words on stone walls and streets. Some Roman gentlemen used to count the number of the ladies he had conquered by writing their names over the bed…

Things have changed, we are inhabitants of a global world of the twenty-first century and have other tools, like for instance photography, to express what we want to say. However, love is still love, and tender feelings are still tender feelings waiting to be put – at least in Italy – into words, in order to find a public  place where everybody can see and read them. For all those who want to share with others what is hidden in their heart and have got neither a camera or a chisel at hand, this app is absolutely perfect. It is partly the result of revisiting a tradition, old like the world, and partly a contemporary  way for sharing love, passion, longing, need…  perhaps every now and then a little hate, too.  Are you ready to dive into this emotional whirlwind?

Anneliese Rabl

Anneliese Rabl …. finding a life in Tuscany

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Der Frühling kommt – dieses Mal ganz sicher!


Ich habe es heute morgen in den Nachrichten gehört… ein Hochdruckgebiet, dass sich in den Azoren gebildet hat, nähert sich der Toskana. Das bedeutet mildes, sonniges Klima  bis mindestens Samstag – vielleicht sogar die ganze nächste Woche lang. Ja, bitte!!

Als ich in die Toskana übersiedelte, ist mir sofort aufgefallen, dass der Frühling von mir Deutscher und den Einwohnern auf völlig verschiedene Weise gelebt wird. In meiner Heimat gab es nie Grund zum Zweifeln. Der Winter war kalt, man musste sich warm anziehen, die Zentralheizung (in der Toskana praktisch nirgends zu haben) lief auf vollen Touren. Die niedrigen Temperaturen erinnerten laufend daran, in welcher Jahreszeit man sich befand. Der Frühling kündigte seinen Auftritt immer mit der alltäglichsten aller Kreaturen an: dem Gänseblümchen. Wenn ich es mir recht überlege, lugten da auch noch Schneeglöckchen und Schlüsselblumen scheu aus der Schneedecke hervor. Sie waren die Zeichen, auf die alle

sehnsüchtig gewartet haben. Obwohl es immer noch nicht ohne Heizung gegangen wäre war doch klar, dass der Frühling dabei war, die Türklinke herunterzudrücken, um in unsere Welt zu kommen.  Und wir Nordländer waren sicher, dass der Grüne Mann es auch dieses Mal geschafft hätte, die Menschheit den eiskalten Krallen des Winters zu entreißen. In der Toskana liegen die Dinge völlig anders. Die Winter sind nur mäßig kalt und

der Frühlingsbeginn ist  ein Geheimnis. Natürlich kenne ich den Tag, 21. März, aber das Datum ist nur pro forma, ohne irgendwelchen realen Wert, denn der Februar kann schöne, sonnige Tage bescheren und Anfang März auch. Das Klima hier ist für Schneeglöckchen und Schlüsselblumen nicht besonders günstig und Gänseblümchen wachsen eh das ganze Jahr! Wie oder woran hätte jemand verstehen können, dass des Frühling ist? An denSchaufenstern natürlich! Woran sonst? Es ist wie im Zauber…von einem Tag auf den anderen, ohne dass das Wetter eine große Rolle zu spielen scheint, ist der Frühling da und bringt wunderschöne, farbenfrohe, hochmodische Blusen, Röcke, Hosen, Schuhe,

Handtaschen und Gürtel. Sie sind weich und leicht wie Federn und versprechen neues Leben, spritzige Liebe, Spaß. Keine andere Jahreszeit verrät so deutlich, wer Ausländer ist und wer Italiener ist, denn die ersteren fühlen die neue Jahreszeit, die letzteren tragen sie. Und wenn es soweit ist, würde ein waschechter Italiener niemals zu den Winterkleidern und warmen Mänteln  zurückgreifen, auch nicht wenn die Temperaturen empfindlich fallen sollten. Mit der Zeit habe ichherausgefunden, dass sich hier im Prinzip niemand um den Frühling schert und ohne Fashion-Kollektionen würden die Leute ihn wahrscheinlich völlig ignorieren. Während Nordländer noch dabei sind, ihm den Hof machen und ihn mit allen möglichen Festlichkeiten zu ehren, ist es höchst wahrscheinlich, dass die Italiener sich beschwerden, wo zur Hölle er geblieben ist und warum er so lange gebraucht hat, um sich endlich zu zeigen.

In den dreißig Jahren hier habe ich praktisch alles in mich aufgenommen, was möglich war,  und ich bin durchaus in der Lage, so zu denken und zu leben, wie die Leute hier. Aber wenn der Frühling kommt, sprudelt meine tief verwurzelte, heidnische Herkunft  aus mir heraus und fliegt in die Lüfte wo sie eins wird mit den allerersten Blumen, den zarten Blättern der Bäume und Büsche, mit den Apfel-, Pfirsich- und Mandelblüten. Zugegeben, ich bin ziemlich italianisiert, aber mit dem feurigen Blut meiner Urahnen in den Venen und einem Herz voller Dankbarkeit, dass auch dieses Jahr der Frühling gekommen ist, um Licht und Wärme in meine Tage und mein Leben zu bringen. Es ist stärker als ich! Ich muss hinaus und im frischen Grün spazieren gehen,  es riechen, anfassen, schmecken. Natürlich komme ich nie ohne einen großen Strauß Frühlingsgrün nach Hause zurück, das ich in den Feldern und Wäldern gepflückt habe, in Vasen stecke und  in der ganzen Wohnung verteile, damit ich den Frühling immer und überall um mich habe.

So, und jetzt kann ich mir meine Garderobe mal näher ansehen…

Anneliese Rabl …. finding a life in Tuscany

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AppTiAmo

Es war auf einem Spaziergang im toskanischen Moorgebiet, als mir zum ersten Mal eine Liebeserklärung  auf einer Mauer unter einer Brücke auffiel. Eine leidende Seele hatte ihren süßen Schmerz mit dem Universum geteilt und mit großen schwarzen Buchstaben geschrieben: Ogni tua parola è una goccia d’amore che voglio bere, was übersetzt „Jedes Wort von dir ist ein Tropfen Blut den ich trinken will“ heißt.

Von da an habe ich mir die aufrichtigen und spontanen Nachrichten näher angesehen. Sie waren größtenteils auf Geländern, Mauern und Straßen verewigt oder auch an den Orten wo sich junge Leute normalerweise treffen oder wo der Autor zumindest hofft, dass seine dringenden Worte vom Gegenstand seiner geheimen Schwärmerei gesehen werden. Vor  mir hat sich eine völlig neue Welt geöffnet, in der großzügig  Ti amo (ich liebe dich) Sei mia (du gehörst zu mir), Voglio baciarti (ich will dich küssen), Sei il mio angelo (du bist mein Engel) verteilt wurden.  Ich kann mich noch gut an die Liebesbriefe meiner Jugendzeit erinnern, denn das gab es bei uns auch, aber eben auf Papier geschrieben und auf diskrete und unauffällige Weise zugestellt . Das Ganze war ziemlich praktisch, denn die Botschaften passten bequem in ein Buch oder  Tagebuch und man konnte sie wiederlesen so oft man wollte. Allerdings war das Ganze natürlich nicht so grandios mutig und aufsehenerregend!

Verliebte haben immer einen Weg gefunden, um ihre Liebe zu gestehen und wir wissen, dass die alten Ägypter, Griechen und Römer mit Hilfe eines Nagels, Meißels oder etwas Kohle geschickt süße Worte der Liebe auf Mauern und Straßen verewigten.  Manch römischer Kavalier  hat sogar die Namen seiner Eroberungen direkt über sein Bett gemeißelt.

Die Dinge haben sich geändert, wir sind Einwohner einer globalen Welt des einundzwanzigsten Jahrhunderts und wir haben andere Mittel, zum Beispiel die Fotografie, um das auszudrücken, was wir fühlen. Aber Liebe bleibt Liebe und zarte Gefühle zarte Gefühle die – wenigstens in Italien – darauf warten in Worte gefasst zu werden, damit sie an einem öffentlichen Ort verewigt werden können, wo die ganze Welt sie lesen kann. Für all diejenigen, die in die Welt rufen möchten, was in ihrem Innersten verborgen schlummert und keine Fotokamera oder Meißel zur Hand haben, ist AppTiAmo absolut perfekt. Die Applikation ist einerseits die moderne Interpretierung einer uralten Tradition und andererseits eine neue,  moderne Weise Liebe, Leidenschaft, Sehnsucht und Verlangen – manchmal vielleicht auch ein wenig Hass –  mit anderen zu teilen.  Haben Sie Lust, sich von diesem berauschenden  Wirbel forttragen  zu lassen?

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Anneliese Rabl

Anneliese Rabl …. finding a life in Tuscany

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Foto kaeuflich vom 21. bis 27. November 2011

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Anneliese Rabl …. finding a life in Tuscany

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Antonio Gatto, Herr der Huete

Dass Antonio Gatto  außerordentliches Talent besitzt, war nie ein Geheimnis. Schon als kleines Kind zeigte sich dass er im Sticken sehr begabt war, wobei er sich der Kunst stundenlang mit Hingabe widmete,  ohne müde zu werden.  Bei diesen ersten Nähversuchen handelte es sich nicht um einfache, anonyme Handarbeiten, sondern um religiöse Wandbekleidungen, Kirchendekorationen und priesterliche Gewänder. Hier muss allerdings gesagt werden,  dass es damals in Kalabrien, Antonio Gatto‘s Heimat, nichts Außergewöhnliches war, robusten Männerhänden bei einer solch delikaten Beschäftigung zuzusehen.

Die frühe Liebe hat sein ganzes Leben geprägt.  Jahre später, nicht mehr Teenager, noch nicht Mann,  nahm er an einem Wettbewerb für Kostümstoff-Techniker teil  und gewann den ersten Preis was ihn heranließ, seiner Heimatstadt adieu zu sagen. Er zog nach Florenz, wo er in via dell’Albero, in der Nähe der via della Scala ein winziges Zimmer fand. Damals hielt er sich mit Kleiderausbesserungen über Wasser und verbrachte jede freie Minute  im Theater.

Dann klopfte das Glück an seine Tür;  für ein Theaterstück fehlten Hüte  und man betraute Antonio mit der Aufgabe.  Er erfüllte sie brillant, teils sicher, weil  er die mysteriöse Welt des Theaters,  das Glück der Triumphe und die Tränen der  Niederlagen schon längst restlos in sich aufgesaugt hatte. Die bunten, fließenden Stoffe der Kostüme, die den Darstellern Körper und Charakter verleihen, inspirierten den jungen Mann tief und seine Begabung öffnete ihm die Pforten wichtiger Modehäuser. Kollaborationen mit anderen Stylisten waren an der Tagesordnung und der Sprung nach Übersee ließ nicht lange auf sich warten. In der Zwischenzeit war das kleine Zimmer in via dell’Albero  zu klein geworden, weshalb Antonio Gatto beschloss, in größere Räumlichkeiten gegenüber Palazzo Pitti  in Piazza 5 in Florenz ueberzusiedeln.

Heute verkauft er seine Kleider und  vor allem seine superschicken Hüte an eine exklusive Kundschaft  in New York und Tokyo. Wer die Möglichkeit hat, ihn in seinem Atelier zu besuchen, wird überrascht sein, wie einfach und ungezwungen er ist,  immer freundlich und gutgelaunt.  Seine Top Mode hingegen bezaubert durch Originalität und die einzigartige Sorgfalt, die nur ein echter Handwerker seinen Kreationen verleihen kann.

Antonio Gatto – Piazza Pitti 5, Florenz – Tel. +393348571879

Anneliese Rabl …. finding a life in Tuscany

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(English) A perfect day

Leider ist der Eintrag nur auf English verfügbar.

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Foto kaeuflich vom 4. bis 11. September 2011

Anneliese Rabl …. finding a life in Tuscany

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Foto kaeuflich vom 29. August bis 4. September 2011

Anneliese Rabl …. finding a life in Tuscany

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Blumen im Morgennebel: Wegwarte

Anneliese Rabl …. finding a life in Tuscany

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(English) Italian summers…

Leider ist der Eintrag nur auf English verfügbar.

Anneliese Rabl …. finding a life in Tuscany

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